Taschentrends im Wandel der Zeit 



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Wir alle haben Handtaschen zuhause. Manch einer besitzt bloß dieses eine Lieblingsstück. Der andere hat ungefähr 100 verschiedene Modelle. Interessant ist jedoch, wie die Trends sich in den Jahren gewandelt haben. Oder haben sie das überhaupt? Wir erzählen Euch heute, wie die Taschentrends sich ab 1910 bis heute verändert haben. 

Zwischen 1910 und 1940 wurden Frauen und Männer durch die Eisenbahn und das wachsende Schienennetzwerk immer mobiler. Das Resultat? Normalerweise konzentrierten sich die Hersteller auf Satteltaschen für Pferde. Nun brauchten aber auch die Menschen Taschen, welche sie bei Zugfahrten mit der Hand tragen konnten. Die Handtasche. Durch starke Frauenbewegungen wurden diese dann nicht nur aus technischen, sondern auch aus modischen Gründen getragen.

1910er

In den 1910er Jahren waren Taschen bunt und Musterreich bestickt. Diese Muster erinnerten teilweise an Teppiche. Außerdem wurde auf den Taschen oftmals eine Szenerie oder Bilder dargestellt, um diese besonders hervorzuheben. Die Form war meist wie ein Beutel, sie bestanden aus Leder oder Stoff und wurden mit Metall- oder Elfenbeinrahmen geschlossen. Wegen der kleinen Größe der Handtaschen, wurden diese nicht als Alltagshelfer, sondern vielmehr als mdisches Accessoire genutzt.

1920er

Leder wurde in dieser Zeit durch den zweiten Weltkrieg zunehmend knapp und teuer. Deshalb wurde Kleidung und Accessoires nach und nach aus synthetischen Materialien hergestellt. Die Jahre zuvor war die Handtasche für die Damen noch kein Must-Have. Dies änderte sich in dieser Zeit. Hier waren kleine Silbernetztaschen besonders beliebt. Diese waren mit modernen, geometrischen Mustern versehen. Für den Abend war die „Dorothy-Bag“ begehrt. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Stoff- oder Lederbeutel, welche einen kurzen Henkel hatte und aufwendig mit Perlen, Paletten, Edelsteinenoder Stickereien verschönert wurde.

Außerdem war die „Pochtette“ beliebt. Diese konnte unter den Arm geklemmt werden. Das Design dieser Tasche hielt sich bis in die 50er Jahre. Verziert war diese mit Art Deco und ägyptischen Mustern, wie Katzen oder Palmblätter.

Des Weiteren trug diese Zeit zur Entwicklung des Reißverschlusses bei. Zuerst wurde dieser nur für Kleidung von der US-Navy übernommen. Irgedwann gelangte er aber auch an die Taschen, wo er Knöpfe und Schnürungen ablöste.

20er

1930er

In diesem Zeitalter stand die Eleganz im Vordergrund. Weil sich die Welt aber in einer Wirtschaftskrise befand, konnte sich der Großteil der Frauen keine teuren Taschen leisten. Deshalb entschieden sie sich für günstige, aber hochwertig aussehenden Handtaschen. Diese waren stark verziert und sahen schon fast übertrieben glamourös aus. Dennoch bestanden sie aus günstigen Materialien. Weiterhin blieben sie klein und leicht. Die Aufmachung veränderte sich von den geometrischen Mustern hin zu prunkvollen Designs.

1940er

In den 1940er Jahren unterschieden sich die Taschen kaum von den Jahrzehnten zuvor, da durch den zweiten Weltkrieg kaum neue Trends entwickelt wurden. Die Modebewusstheit der Frauen kam erst nach dem Krieg zurück. Dennoch wurden die Taschen in den 40er Jahren immer kastenförmiger.

1950er

Bis zum Ende der 40er waren Stoff, Rindleder und andere Tierhaut die Materialien der Taschen. Die Designer wollten nun etwas mehr Abwechslung in die Mode bringen und experimentierten mit neuen Materialien. Eine davon war der Kunststoff Lucite, welcher besonders leicht zu formen war. Dadurch gab es nun sehr leichte Taschen. Diese hatten die ausgefallensten Farben und Formen. Außerdem bestanden manche Taschen auch aus Stroh und Bambus. Da in den 50ern der Rock n’ Roll die Zeit übernahm, prägte auch dieser die Taschentrends. Sie waren kantig mit stabilen Boden und kurzem Bügelgriff, meist aus Kunststoff.

1960er

Die Gesellschaft bekam in dieser Zeit einen Gedankenwechsel in ihren Strukturen. Durch Studentenbewegungen wurde die Jugend die breiteste Käuferschicht der Mode. Dadurch kam es dazu, dass sich die Modeindustrie zu einem großen Teil an dem Geschmack der Jugendlichen orientierte. Die Taschen waren in den 60er Jahren weiterhin überwiegend eckig und kastenförmig. Außerdem wurden auch die Materialien aus den 50er Jahren weiterhin verwendet. Beliebt waren zudem verschiedene Metallarten, besondere Prägungen und ausgefallene Verschlüsse oder Henkel.

1970er

Die 70er Jahre sind vor allem wegen der Hippie-Bewegungen bekannt. Es war die Zeit des Bunten, Glücklichen und Schrägen. Auch für Designer wie Gucci, Chanel oder Prada war diese Zeit prägend – sie boten erstmals Handtaschen passend zu ihren Kleidungsstücken an. Hierdurch bekam die Tasche einen wichtigen Stellenwert, um ein Outfit komplett zu machen. Die bunten Farben und Muster bekamen auch bei den Taschen ihren Platz. Daneben waren auch große Schultertaschen in der Mode, welche Riemchen und Reißverschlüsse trugen.

70er

1980er

In den 80er Jahren wurden Marken immer wichtiger, um zu zeigen „wer man ist“. Geachtet wurde hier auf Qualität, klassische Designs und die Bekanntheit der Marken.  Außerdem feierten die Korbtaschen aus den 50er Jahren ihr Comeback. Sie trugen in den 80er Jahren mehr Details und waren noch auffälliger. Bei den Marken aber, war die Birken Bag von Hermés die Tasche schlechthin.

1990er

In den 90ern waren bei den Handtaschen vor allem bunte Neonfarben im Trend. Der Gegenspieler zu diesen Taschen waren die Taschen aus Jeansstoff und solche, die eine gewisse Transparenz besaßen. Außerdem war es die Zeit der Girl- und Boybands, weshalb die Taschen zunehmend auch deren Logos und Gesichter trugen. Die Größe war eher beschaulich und klein – die Form mal wieder Kastenförmig. Neben den klassischen Handtaschen kamen in den 90ern auch Rucksäcke und Bauchtaschen in die Trends.

2000er

Kleiner, kompakter, praktischer. Vor allem die Größe der Taschen war in den 2000ern ausschlaggebend. Die Henkel waren kurz oder lang, manche Modelle kombinierten sogar beide Arten an einer Tasche. Als bevorzugtes Material kam auch das Leder zurück. Die Kastenformen traten langsam in den Hintergrund. Vorne an den Handtaschen waren häufig große Schnallen zu finden, welche zur Auffälligkeit beitrugen. Bucket Bags, Shopper, Umhängetaschen und Schultertaschen waren, was den Frauen gefiel.

2010er

In den 2000ern waren kleine Taschen angesagt. 10 Jahre später waren es nun die großen Schultertaschen und Shopper. Das Leder hat sich weiterhin durchgeschlagen. Außerdem kam sogar die Kastenform zurück. Getragen wurden die Taschen mit langen Henkeln an der Schulter, oder mit kurzen in der Armbeuge. Farblich war es entweder bunt, oder ganz schlicht und weiß. Vieles aus dieser Zeit ist auch heute noch zu finden.

2018

Durch unsere kleine Zeitreise wissen wir jetzt, wie die Trends sich in den Jahren gewandelt haben – oder sogar zurück kamen. Doch was sind die Trends 2018? Auch hier sieht man, dass manche Trends sich halten. Die Bucket Bag beispielsweise ist wieder voll angesagt. Bucket Bags sind sogenannte Beuteltaschen und sind dieses Jahr in der kleinen Version im Trend. Außerdem kam die Transparenz aus den 90ern zurück. Auch im Trend sind in diesem Jahr vor allem Taschen, welche in der Hand getragen werden – längliche Clutches. Logos dürfen auch ihren Platz auf den Taschen finden. Außerdem feiern die Bauchtaschen und Strohtaschen ihr Comeback. Funktionalität ist angesagt: viele Extrafächer und abwaschbares Material sollen uns das Leben erleichtern. Die Trendfarbe Schlichthin ist die Farbe rot. Auffällig, aber doch irgendwie elegant. Außerdem lassen sich seit Jahren überall Fransen finden – so jetzt auch an den Taschen. Ein Must-Have an Taschen sind zudem auffällige Gurte, welche das Tragen angenehmer machen. Man merkt schnell, dass auch dieses Jahr wieder einiges nicht aus dem Nichts kommt. Irgendwo hat man doch alles immer irgendwann schon mal gesehen.

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Ein stylisches Wochenende wünscht Euch

Euer Diboni – Team